Stadtvilla

Architektonisches Konzept

Als Referenzen für das Projekt wurde die Typologie der Meraner Stadtvillen herangezogen, die meist zentral am Baugrundstück gelegen und von Gärten oder kleinen Parks umgeben, eine kompakte und bürgerlich-städtische, historizistische geprägte Architektur aufweisen.
Eine meanderförmiger Grundrisslösung erlaubt verschiedenste Beziehungen zwischen Wohnräumen und dem großzügigen Garten mit seinem historischen und geschützten Baumbestand und schließt an die oben genannten historischen Bauteile, zeitgenössisch interpretiert, an. Die sieben neuen Wohneinheiten werden durch ein zentrales Treppenhaus erschlossen. Während bei den historischen Vorbildern es die horizontalen Gesimse sind, die einen Schichtungsgedanken evozieren, sind es beim vorliegenden Projekt die ca. 10 cm tiefen Geschossvorsprünge, die das Erscheinungsbild prägen.
Die für die Stadtvillen oft charakteristische Attika- und Traufenausbildung wird neu als „grüne Traufe“ interpretiert, was dem Haus durchaus im klassischen Sinne eine Abschluss gibt. Ein begehbarer grüner Dachgarten versucht der Dachversiegelung entgegenzuwirken und das Gebäude selbst als Teil des Gartens werden zu lassen.
Der Zugang erfolgt als leicht geneigte Rampe hin zur Wohnebene des Gartens. Zum einen werden dadurch die Gartengeschosswohnungen aufgewertet, zum anderen ist der Stadtvillencharakter am Eingang dadurch die Wahrnehmung seiner gesamten Höhe stärker ausgeprägt.
Das Haus ist in Betonskelettbauweise errichtet, was eine Ausfachung mit Naturziegeln und Naturmaterialien erlaubt. Als Außendämmung wurde eine mineralische Dämmung verwendet. Die Fassade ist mit einem ausgewaschenen Kalkputz und einem Steinsockel versehen. Die Dachflächen werden als Dachgärten genutzt. Der begrünte Dachvorsprung dient als Rankgerüst für die entsprechende Bepflanzung. Der Garten wird durch die beiden belassenen alten Zedern dominiert und durch hochstämmigen Laubbäumen ergänzt. Der Bereich des Schwimmbades ist mit großzügigen Grünflächen umgeben.